IMPINGEMENTSYNDROM

Begriffsdefinition

Der Begriff Impingment kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt: Zusammenstoß oder Einwirkung. In der Orthopädie wird damit eine schmerzhafte Verengung in der Schulter bezeichnet, genauer: zwischen Oberarmkopf, den Sehnen, der Arm drehenden Schultermuskulatur (Rotatorenmanschette) und dem Schulterdach.

Ursachen

Verschiedene Ursachen können für das Engpasssyndrom (Impingmentsysndrom) verantwortlich sein. Zum Beispiel: eine chronische Schleimbeutelentzündung in der Schulter oder eine Kalkschulter (Tendinosis calcarea). Doch egal was die genauere Ursache ist, in einem solchen Engpass werden die Schultersehnen immer mehr eingeklemmt bis sie aneinander oder am Knochen reiben. Das führt nicht nur zu einer starken Einschränkung der Beweglichkeit, sondern schließlich auch zur Entzündung und schmerzhaften Reizung der umliegenden Strukturen (insbesondere des Schleimbeutels und der Sehnen). Typische Symptome eines Impingmentsyndroms sind stechende Schmerzen in der Schulter, die besonders in der Nacht und beim Anheben des Armes auftreten. Von den Impingment-Beschwerden sind häufig Patienten mit überdurchschnittlicher "Armbelastung" betroffen.

Operationsverfahren

Die Impingment Operation erfolgt an der Orthopädie Perlach überwiegend arthroskopisch. Über sechs bis zehn Millimeter große Haurschnitte wird der Raum unter dem Schulterdach erweitert, so dass die Sehne wieder gleiten kann. Mögliche Veränderungen an den Knochen werden ebenso entfernt wie der häufig entzündlich veränderte und verklebte Schleimbeutel (er bildet sich von selbst wieder nach). Auch eventuelle derbe und narbige Veränderungen der Bänder werden ausgedünnt und entfernt. Auf dieser Weise wird der Schmerz beseitigt und die Funktion der Schulter verbessert – der Patiente kann seine Schulter wieder voll belasten und einsetzen.

Postoperative Behandlung Der Patient muss dann postoperativ für 2 – 3 Tage eine Armschlinge tragen, die Fäden werden in 1 Woche gezogen, nach 1 Woche sind normalerweise das Autofahren sowie Schwimmen und kleinere körperliche Arbeiten wieder möglich. Der gänzliche Heilungsprozess bis zur Beschwerdefreiheit kann sich 4 bis 6 Wochen hinziehen. Zur Sicherung des postoperativen Ergebnisses ist dringend intensive Physiotherapie notwendig, hierzu eignet sich auch eine sog. Motorbewegungsschiene, welche das postoperative Ergebnis erheblich verbessert.