KONSERVATIVE ORTHOPÄDIE

Stoßwellenbehandlung

Bei der Stoßwellenbehandlung werden hochenergetische Ultraschallwellen auf das erkrankte Gewebe fokussiert. Komplizierte Operationen mit oft langwierigen Nachbehandlungszeiten können durch diese moderne und nebenwirkungsfreie Therapieform oft vermieden werden. Der therapeutische Wirkungsmechanismus der Stoßwellenbehandlung beruht unter anderem auf der Freisetzung spezieller Gewebshormone, die sich bei Knochenheilungsstörungen oder Verletzungen der Sehnenanheftungsstellen positiv auf die Heilung auswirken können. So geht es: Der Schallkopf des Stoßwellengerätes wird exakt auf den betroffenen Bezirk eingestellt und das Gebiet dann »beschossen«. Im Allgemeinen sind bis zu drei Behandlungen erforderlich. Nur in seltenen Fällen wird noch eine vierte oder fünfte Sitzung anberaumt. Die Stoßwellenbehandlung erfolgt unter Lokalanästhesie, ist risikoarm und gut verträglich.

Indikationen

  • Kalkschulter
  • Gelenkschmerzen (z.B. Tennisarm, Golferellbogen)
  • Fersensporn
  • Sehnenansatzerkrankungen


Pulsierende Magnetfeldtherapie (PMT)

Die Magnetfeldtherapie kann die natürlichen Regenerationsmechanismen des Körpers unterstützen, Heilungsprozesse beschleunigen und Schmerzen lindern. Mit Hilfe eines elektrischen Geräts werden pulsierende Magnetfelder um die betroffenen Körperstellen herum aufgebaut. Schonend können diese Energiefelder zu einer Verbesserung des Zellstoffwechsels führen, und damit zu einer erhöhten Durchblutung und einer erhöhten Sauerstoffversorgung der betroffenen Gewebe. Damit kann z.B. bei Arthrose (Gelenkverschleiß) oder einer Gelenkverletzung die Regeneration von Knorpel bzw. Bindegewebe angeregt werden. Klinische Studien haben gezeigt, dass sich mit der Magnetfeldtherapie oft sogar eine Rückbildung von entzündlich bedingten Veränderungen in den Gelenken erreichen lässt. Bei dieser Behandlung liegt oder sitzt der Patient bequem durchschnittlich eine Stunde in der sogenannten Induktions-Spule.

Injektionsbehandlung

Die orthopädische Privatpraxis Dr. Ganser bietet hier speziell das ACP-Verfahren (thrombozytenreiches Plasma, das aus Eigenblut durch Zentrifugation gewonnen wird) und die intraartikuläre Injektion von Hyaluronsäure an.


Akupunktur

Die Akupunktur – eine sehr alte Behandlungsmethode – wird heute weltweit anerkannt. Sie stammt aus der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und wird schon seit 1979 von der Weltgesundheitsorganisation bei über 60 Erkrankungen empfohlen. An genau festgelegten Punkten des Körpers werden die Nadeln in die Haut eingestochen. Jeder dieser Akupunkturpunkte steht mit einem Organsystem bzw. einer physiologischen Funktion im Zusammenhang. Durch das Setzen des Reizes an den entsprechenden Punkten können Blockierungen im Körper gelöst bzw. einzelne Organsysteme angeregt oder beruhigt werden. Auch in der Schmerztherapie bewährt sich die Akupunktur. Neueste Untersuchungen haben gezeigt: Durch die Reizung spezieller Akupunkturpunkte wird nicht nur die Weiterleitung des Schmerzes gehemmt, sondern der Körper in seinen Selbstheilungsprozessen unterstützt, denn der Organismus setzt als Folge der Behandlung entzündungshemmende Substanzen frei (z.B. Endorphine, Wachstumsfaktoren). Durch Körper- oder Ohrakupunktur können sogar chronische Erkrankungen mit Erfolg behandelt werden, bei denen konventionelle Therapiemethoden versagt haben. Die positive Wirkung der Akupunktur zeigt sich häufig schon nach ein bis zwei Behandlungen, für einen dauerhaften Therapieerfolg sind jedoch meistens sechs bis 15 Behandlungen nötig.

Indikationen

  • Rückenschmerzen (v.a. Halswirbelsäule), Hexenschuss, Nackenschmerzen
  • Bandscheibenbeschwerden, Ischias- und Gelenkschmerzen (Große und kleine Gelenke, auch Finger- und Zehengelenke)
  • Muskel- und Sehnenschmerzen (z.B. Tennisarm)
  • Schmerzen nach Sportverletzungen (z.B. Außenbanddehnung im Sprunggelenk)
  • Rheuma, Arthroseschmerzen

Arthrose

Sie ist extrem weit verbreitet, erst lästig, dann schmerzhaft: Allein in Deutschland leiden mehr als 20 Millionen Menschen an der Arthrose – einer degenerativen, nicht-entzündlichen Gelenkerkrankung. Dabei wird der Knorpel, der die knöchernen Anteile eines Gelenkes überzieht, allmählich abgerieben und verliert seine Elastizität. Bei vollständigem Abbau der schützenden Knorpelschicht kann das Gelenk so stark verknöchern, dass schließlich Knochen auf Knochen reibt. Entzündungen, Schwellungen, Versteifung und Schmerzen sind die gefürchteten Folgen. Besonders häufig betroffen sind die Wirbelgelenke, Hüft-, Knie- und Sprunggelenke sowie Schultergelenke. Erster Hinweis auf den Beginn einer Arthrose sind meist unspezifische Gelenkschmerzen. Sie treten vor allem bei größerer Belastung auf, da die Reibung der Gelenkflächen dabei zunimmt und sich die Stoßdämpferfunktion verringert. Auch der so genannte »Anlaufschmerz« ist charakteristisch: Die Schmerzen treten nach langem Liegen oder Sitzen auf, bis sich das Gelenk »eingelaufen« hat.
Die Behandlung gliedert sich in nichtoperative (konservative) und operative Maßnahmen (siehe dort). Konservative Behandlungen können zwar nicht in allen Fällen eine Operation vermeiden, aber fast immer verzögern und die Schmerzen lindern. Sie sind bei beginnenden bis mäßigen Arthrosebeschwerden und einem noch relativ guten Knorpelzustand bzw. als Ergänzung zu operativen Maßnahmen angezeigt. Im frühen Stadium der Arthrose reichen häufig – neben Medikamenten – physiotherapeutische Maßnahmen aus (eventuell in Verbindung mit physikalischer Therapie).

Konservative Behandlungsmöglichkeiten der Arthrose

  • Physiotherapie (Krankengymnastik)
  • Physikalische Therapie
  • Manuelle Therapie
  • Wärmeanwendung
  • Muskelaufbau
  • Magnetfeldbehandlung
  • Akupunktur
  • Injektionsbehandlung
  • Entzündungshemmende, knorpelregenerierende, schmerzstillende Medikamente
  • Hilfsmittel wie Bandagen und Einlagen