KREUZBANDRISS

Begriffsdefinition

Die Kreuzbänder (insbesondere das vordere Kreuzband) sind wichtige Stabilisatoren im Kniegelenk. Sie verlaufen gekreuzt vom Schienbeinkopf zum Oberschenkelknochen und verhindern beim Aufsetzen des Unterschenkels, dass sich der Oberschenkel über den Unterschenkel nach vorne bzw. nach hinten schiebt.

Ursachen

Durch unfreiwillige Überdrehungen des Knies (z.B. beim Skifahren oder Fußball) kann ein Kreuzband teilweise oder vollständig reißen. Oft verursacht die Verletzung viele Jahre keine Beschwerden und bleibt daher unerkannt. Da das Knie aber instabil ist, »knickt« es bei sportlicher Betätigung oder bei unkonzentrierten Bewegungen häufig weg – das heißt: der Unterschenkel wird gegenüber dem Oberschenkel nach vorn verschoben. Dadurch können Gelenkknorpel und Menisken auf die Dauer ernsthaft geschädigt werden. Deshalb sollten, vor allem bei der Ruptur des vorderen Kreuzbandes, so früh wie möglich stabilisierende Maßnahmen getroffen werden.

Operationsverfahren

Bei der Ersatzplastik wird das zerstörte Kreuzband durch körpereigene Sehnen ersetzt. Je nach Indikation verwendet man heute einen Teil der Patellasehne (Kniescheibensehne) oder die Semitendinosussehne (Sehne aus der Rückseite des Oberschenkels). Fixiert wird entweder mit Interferenzschrauben (aus auflösbaren Materialien) oder mit Titanklammern. Auch dieser Eingriff erfolgt in der Orthopädie Perlach minimal-invasiv (arthroskopisch) und wird ambulant und stationär durchgeführt.

Postoperative Behandlung

Anschließend muss das Knie für ca. 8 Wochen geschont werden, damit das Transplantat einwachsen kann. Eine Schiene muss daher getragen werden. Nach 8-10 Wochen ist das Knie wieder voll belastbar.