MENISKUSRISS

Begriffsdefinition

Bei den Menisken (lat. kleiner Mond) handelt es sich um halbmondförmige Knorpelscheiben, die jeweils auf der Innen- und auf der Außenseite im Kniegelenk liegen. Wie kleine Puffer bzw. Stoßdämpfer ermöglichen sie eine gleichmäßige Druckbelastung und Kraftübertragung vom Ober- auf den Unterschenkel und helfen, das Kniegelenk zu stabilisieren.

Ursachen

Altersbedingte Verschleißerscheinungen, Überbelastungen oder Unfälle (Verdrehen des Kniegelenks) können zum Einreißen dieser Knorpelscheiben führen. Die dadurch entstandenen Unebenheiten und/oder freie Abrissstücke reiben die Knorpelüberzüge im Gelenk nach und nach auf. Es kommt früher oder später zum Gelenksverschleiß (Arthrose). Anzeichen für einen Meniskusriss sind meist intensive Schmerzen im Gelenkspalt und Bewegungseinschränkungen (Beugebehinderung).

Operationsverfahren

Über das Arthroskop können während der Operation die genaue Position und das Ausmaß der Schädigung beurteilt werden. In leichten Fällen ist der vollständige Erhalt des Meniskus möglich: der Riss wird genäht (Meniskusnaht). Sehr oft aber muss der verletzte Anteil des Meniskus mit kleinen Schneideinstrumenten entfernt werden (Teilentfernung). Bei sehr großen Beschädigungen schließlich wird der Meniskus vollständig entfernt (Totalentfernung).

Postoperative Behandlung

Nach der Operation ist der Patient in der Regel schmerzfrei und das Knie kann belastet werden. Wurde der Meniskus total entfernt, kann es allerdings langfristig zur Arthrosebildung kommen, da die »Pufferwirkung« des Meniskus im Gelenk jetzt ausfällt. Die arthroskopische Meniskusoperation wird in der Orthopädie Perlach ambulant oder kurzstationär durchgeführt.